Der Abdeckstift stellt eine moderne Form des Schminkens oder auch Make-ups dar. Das Schminken ist die farbliche Gestaltung von Haut und Gesicht. In der Regel wird der Abdeckstift für die Farbgestaltung des Gesichts benutzt um die natürliche Hautfarbe des Gesichts zu färben, tönen und hervorzuheben. Der Auftrag ist abwaschbar.
Der Abdeckstift ist nahezu luftdicht verschließbar, so dass dieser gegen vorzeitige Austrocknung geschützt ist. Unreine Stellen und Pickelbildungen lassen sich mit seiner Hilfe vorübergehend geschickt kaschieren und verstecken. Artverwandte Formen des Abdeckens und Schminkens mit einem Abdeckstift sind das Permanent Make-up und die Tätowierung. Der Auftrag des Abdeckstifts ist im Unterschied zur Tätowierung jedoch zu entfernen. Er ist eine praktische Variante zu aufwendigen Schminkutensilien. Insbesondere für unterwegs ist er einfach in der Handtasche oder Jackentasche zu transportieren und schnell und effektiv vor dem Spiegel zu benutzen.
Im Zeitalter der Gesichts- und Körperpflege greifen auch verstärkt Männer zu Cremes und Abdeckstiften. Utensilien dieser Art sind also in der heutigen Zeit nicht mehr vornehmlich Frauen vorbehalten. Das Schminken ist fast so alt, wie die Menschheit selbst. Schon etwa 2.500 vor Christus färbten die Ägypter ihre Haut mit abwaschbaren Farben, die zumeist aus Pflanzenstengeln gewonnen wurden. Der Farbauftrag galt nicht nur der Verzierung des Körpers. Er wurde auch als Schutz gegen intensive Sonnenbestrahlung genutzt.
Während schon im Altertum die Vorform des heutigen Schminkens in südlichen Gefilden in erster Linie eine Schutzfunktion vor der Hitze darstellte, war der Schminkauftrag in nördlichen Regionen farblastiger. Das Schminken hatte beispielsweise bei den Wikingern im heutigen skandinavischen Raum Europas in erster Linie Schmuckfunktion.
